Amundi Research: ESG-Screening wirkt sich positiv auf die Portfolioperformance aus

Amundi Research: ESG-Screening wirkt sich positiv auf die Portfolioperformance aus

Wien, Österreich, 17.01.19,  von Amundi pays

  • Beliebtheit aktiver und passiver ESG-Investments durch höhere institutionelle Nachfrage gesteigert
  • Wendepunkt 2014: Das ESG-Screening treibt die Outperformance in Aktien der Industrieländer voran, insbesondere bei den Faktoren Umwelt in Nordamerika und Governance in der Eurozone.
  • Das steigende Bewusstsein der Investoren für ESG-Themen beginnt sich auf Angebot und Nachfrage auszuwirken, was sich seit 2014 auch in den Aktienkursen zeigt.

Amundi, Europas größter Vermögensverwalter und Pionier für verantwortungsbewusste Anlagen, hat über einen Zeitraum von acht Jahren die Auswirkungen von Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien ("ESG") auf die Portfolio-Performance untersucht. Ziel des Researchs war es, festzustellen, ob die Positionierung als ESG-Investor Einfluss auf die Portfolioperformance hat.

Aufgrund der steigenden Nachfrage nach ESG-Investments von institutionellen Kunden weltweit hat Amundi eigene Daten aus dem Zeitraum von 2010 bis 2017 verwendet, um die Performance von 1.700 Unternehmen in fünf Anlageuniversen zu analysieren, die in folgenden MSCI-Indizes enthalten sind: MSCI Nordamerika, MSCI EMU, MSCI Europe-ex EMU, MSCI Japan und MSCI World.

Im Rahmen seiner Analyse der Performance- und ESG-Kriterien von Unternehmen – sowohl in Bezug auf die einzelnen Kriterien E, S und G als auch einen ESG-Gesamtwert – hat Amundi festgestellt, dass die Auswirkungen des ESG-Screenings auf Rendite, Volatilität und den Drawdown von drei Faktoren abhängig sind: Beobachtungszeitraum, Anlageuniversum und Anlagestrategie. Die Ergebnisse zeigen, dass die Auswirkungen des ESG-Screenings während des Untersuchungszeitraums wenig Einfluss auf das Portfoliorisiko – Volatilität und Drawdown – hatten. Im Gegenteil, der Einfluss des ESG-Screenings war entscheidend für die Portfoliorendite.

Im Allgemeinen haben ESG-Anlagen zwischen 2010 und 2013 sowohl passive als auch aktive ESG-Investoren noch eher bestraft. Im Gegensatz dazu brachten ESG-Investments von 2014 bis 2017 in Europa und Nordamerika eine Mehrrendite. So hätte beispielsweise der Kauf der Best-in-Class (oder 20% bestplatzierten) Aktien und der Verkauf der Worst-in-Class (oder 20% schlechtesten) Aktien im Zeitraum 2014 bis 2017 eine annualisierte Rendite von 3,3% in Nordamerika und 6,6% in der Eurozone erbracht. Zwischen 2010 und 2013 betrugen diese Werte -2,70% bzw. -1,20%. Insgesamt war der Umwelt-Faktor in Nordamerika und der Governance-Faktor in der Eurozone am stärksten. Ab 2015 hat sich die soziale Komponente deutlich erhöht und wurde von der Börse positiv bewertet. Insgesamt ergab die Studie, dass ESG nicht alle Aktien beeinflusst, sondern tendenziell die Best-in-Class und Worst-in-Class-Assets.

Der Kausalmechanismus liegt in der Nachfrage- und Angebotsdynamik sowie in der Wechselwirkung, die durch den intrinsischen Mehrwert des ESG-Screenings entsteht. Die Auswirkungen auf die Performance werden durch die steigende Nachfrage der Anleger nach ESG-Ansätzen getrieben, die zu Zuflüssen in Best-in-Class-Aktien führen, was wiederum die Aktienkurse und die Performance steigert. Bei zunehmender Dynamik, also durchschnittlich 12% jährlichem Wachstum[1], wird erwartet, dass sich dieser Trend fortsetzt.

Die bisherigen Ergebnisse gelten auch für das passive Management mit genau den gleichen Ergebnissen in Bezug auf die Auswirkungen des ESG-Screenings auf die Portfoliorenditen. Die Kombination eines ESG-Ansatzes mit einem passiven Managementansatz ist vereinbar, sofern die Anleger zusätzliche, aber kontrollierte Tracking Errors im Vergleich zu den auf Basis der Marktkapitalisierung gewichteten Indizes akzeptieren.

Im Oktober 2018 hat Amundi einen 3-Jahres-Aktionsplan angekündigt, um sein Engagement für verantwortungsbewusste Investments zu verstärken. Bis 2021 wird die ESG-Analyse in alle Amundi-Fonds und Initiativen integriert, die Investitionen in Projekte mit ökologischen oder sozialen Auswirkungen fördern. Amundi ist davon überzeugt, dass die Verbesserung und Entwicklung des ESG-Research den Anlegern helfen wird, die großen Themen bei ESG-Anlagen besser zu verstehen.

Thierry Roncalli, Head of Quantitative Research, erklärt: "Diese neue wissenschaftliche Forschung bestätigt, dass sich die Dynamik der ESG-Performance im Zeitablauf veränderte. Da die Aktienkurse das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage widerspiegeln, zeigt unsere Studie, dass das ESG-Screening die Performance der Aktienmärkte beeinflusst hat. Es ist offensichtlich, dass die ‚nicht-finanziellen‘ ESG-Risiken zu finanziellen Risiken geworden sind und dass die Dynamik der Anlagepreise den ESG-Investoren zugutekommt".

Vincent Mortier, Deputy CIO der Amundi Gruppe, dazu: "Unsere Studie bestätigt, dass die Berücksichtigung der ESG-Faktoren einen spürbaren Einfluss auf die Aktienperformance in Europa und Nordamerika hat. Durch die Bevorzugung eines Best-in-Class ESG-Ansatzes können Investoren von einer Anlagestrategie profitieren, die die langfristige Performance der Portfolios verbessert.“

Methodik

Die Studie basiert auf quantitativen Daten von Januar 2010 bis Dezember 2017 unter Verwendung von ESG-Daten des Amundi ESG Research. Für jedes Unternehmen wurden der ESG-Gesamtwert und die Ratings für die Kategorien Umwelt, Soziales und Governance von ESG-Analysten bei Amundi geprüft, die jede Aktie anhand eines Systems bewerteten, das auf den Daten von vier externen Anbietern basiert. Die Amundi-ESG-Analysten überprüften und finalisierten das Endergebnis jedes Unternehmens.

Das umfassende Research "The Alpha and Beta of ESG Investing" und die Zusammenfassung "How ESG Investing has Impacted the Asset Pricing in the Equity Market" finden Sie im Amundi Research Center*.

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Footnotes

 

  1. ^ [1] Quelle: Global Sustainable investment alliance report 2017

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Amundi ist der führende europäische Vermögensverwalter in Bezug auf verwaltetes Vermögen1 und liegt weltweit unter den Top 10[1]. Amundi verwaltet ein Vermögen von 1,653 Billionen[2] Euro in sechs Haupt-Investmentzentren[3]. Amundi bietet seinen Kunden in Europa, in der Region Asien-Pazifik, im Nahen Osten sowie in Nord- und Südamerika umfassende Marktexpertise sowie ein umfangreiches Sortiment an aktiven, passiven und sachwertorientierten Investmentlösungen. Kunden haben darüber hinaus Zugang zu einem kompletten Angebot von Dienstleistungen und Tools. Amundi mit Sitz in Paris wird seit November 2015 an der Börse notiert.

 

Dank einzigartiger Researchkapazitäten und dem fundierten Know-how der fast 4 500 Mitarbeiter sowie Marktexperten in 37 Ländern bietet Amundi Privatanlegern und institutionellen Kunden innovative Strategien und Lösungen. Diese sind auf die Bedürfnisse, Ertragsziele und Risikoprofile der Kunden ausgerichtet.

 

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Footnotes

 

  1. ^ [1] Quelle: IPE „Top 400 asset managers“, veröffentlicht im Juni 2019 und basierend auf dem verwalteten Vermögen per Dezember 2018
  2. ^ [2] Amundi Zahlen per 31. Dezember 2019
  3. ^ [3] Standorte: Boston, Dublin, London, Mailand, Paris und Tokio

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