Amundi H2 2022 Market Outlook

Amundi H2 2022 Market Outlook

Wien, Österreich,

  • Die Stagflationsrisiken nehmen zu – das reale Wachstum liegt unter, die Inflation über den Erwartungen der Zentralbanken
  • Länder- und Regionen-Risiken sind aufgrund des durch die Ukraine-Krise zunehmenden Deglobalisierungsdrucks wieder aktuell
  • Eine vollständige Normalisierung der Geldpolitik ist unwahrscheinlich
  • In diesem komplexen Umfeld sollten Anleger auf Resilienz und eine ausgewogenere Allokation achten

Anleger werden sich in einer fragmentierten Welt mit verlangsamtem Wachstum, höherer Inflation und zunehmenden Divergenzen zwischen Regionen und Sektoren zurechtfinden müssen, in der die Dynamik des Policy-Mix entscheidend sein wird, so der Amundi Investment Outlook für die zweite Jahreshälfte. In einem komplexer werdenden Umfeld, in dem der Welthandel nicht mehr die Hauptantriebskraft des globalen Wachstums ist, sollten Anleger auf Resilienz achten und auf Chancen setzen, die sich aus abgekoppelten Konjunkturzyklen und unterschiedlichen fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen ergeben können.

Stagflationsrisiken nehmen zu

Stagflationsrisiken scheinen weit verbreitet zu sein, da das reale Wachstum unter und die Inflation über den Erwartungen der Zentralbanken liegt. Während in den USA eine weiche Landung möglich ist, scheint die Eurozone deutlich anfälliger zu sein, da sie die Hauptlast der steigenden Energiepreise trägt. In China dürfte sich das BIP-Wachstum im Gesamtjahr aufgrund der Covid-Beschränkungen auf unter 4 Prozent abschwächen. In den Schwellenländern werden Rohstoffexporteure wie Brasilien, Südafrika und Indonesien sowie Länder mit dem größten politischen Spielraum die Nase vorn haben.

Die Inflation sollte ihren Höhepunkt erreicht haben. Dennoch dürfte der Preisdruck aufgrund von Engpässen bei Lieferketten, hohen Energie- und Lebensmittelpreisen und Lohnzuwächsen in den USA weiterhin spürbar sein. Die Ära der ultraniedrigen und sogar negativen Zinssätze des letzten Jahrzehnts scheint somit zu Ende zu gehen. Amundi zufolge ist eine vollständige Normalisierung der Geldpolitik jedoch nicht zu erwarten. Die Zentralbanken werden versuchen, die notwendige Eindämmung der galoppierenden Inflation mit der Erhaltung des Wachstums in Einklang zu bringen, was eine "wohlwollende Vernachlässigung" der Inflation durch die Zentralbanken wahrscheinlich macht. In diesem Zusammenhang werden die Dynamik des Policy-Mix und das Ausmaß, in dem die Zentralbanken zusätzliche fiskalische Anreize in den verschiedenen Regionen zulassen, von entscheidender Bedeutung sein. Während die USA vor den Zwischenwahlen im November fast keinen fiskalischen Spielraum haben, erwartet Amundi eine gezielte Akkommodation in China.

 

 

Auswirkungen auf Investitionen

Angesichts der Inflation, der erhöhten Volatilität, des abgeschwächten Wachstums und der geringeren globalen Liquidität sollten Anleger bei der Risikoallokation vorsichtig bleiben. Resilienz und positive reale Renditequellen sollten dabei im Fokus stehen. Zudem sollten Anleger versuchen, die Diskrepanzen zwischen Regionen und Sektoren mit Blick auf desynchronisierte Wirtschaftszyklen zu nutzen.

Nach der Neubewertung von Anlagen in der ersten Jahreshälfte hat die starke relative Attraktivität von Aktien gegenüber Anleihen nachgelassen, weshalb eine ausgewogenere Allokation erforderlich ist. Bei Aktien sollten Value, Qualität und Dividenden ein guter Mix sein, nicht zuletzt können Dividenden bei hoher Inflation eine stabile Ertragskomponente darstellen. US-Aktien scheinen trotz hoher Bewertungen robuster zu sein als EU-Aktien. Chinesische Aktien könnten angesichts der bereits eingepreisten Konjunkturabschwächung und Gewinnherabstufungen positive Überraschungen bieten.

Auf der Anleiheseite sollten Anleger taktisch zu einer neutraleren Durationshaltung übergehen und auf Divergenzen in der Geldpolitik setzen sowie inflationsgebundene und variabel verzinsliche Titel zum Schutz vor Inflation nutzen. Bei Unternehmensanleihen favorisiert Amundi Investment-Grade-Anleihen aus Industrieländern und Hochzinsanleihen aus Schwellenländern. Angesichts der Inflation und instabilerer Korrelationen zwischen einzelnen Anlageklassen sollten Anleger eine zusätzliche Diversifizierung anstreben. Dies kann mit Rohstoffen, Währungsstrategien, insbesondere mit Fokus auf Währungen von Rohstoffexporteuren, und alternative Strategien mit einer geringen Korrelation zu Aktien und Anleihen, wie z. B. Real Assets, umgesetzt werden. Hier bevorzugt Amundi Immobilien und variable private Schuldverschreibungen.

Vincent Mortier, Group CIO von Amundi: "Die Ära der ultraniedrigen und negativen Zinssätze ist vorbei. Dies wird dazu beitragen, die Exzesse in liquiditätsgetriebenen Bereichen des Markts, also Spacs, Kryptowährungen und Wachstumsaktien, zu bereinigen. Gleichzeitig werden sich Anleger wieder auf Fundamentaldaten, die Unternehmensverschuldung und -gewinne konzentrieren. Die Unsicherheit hinsichtlich der Entwicklung des Policy-Mix und der geopolitischen Lage wird die Volatilität in allen Bereichen weiterhin hochhalten."

Monica Defend, Leiterin des Amundi-Instituts: "In diesem komplexen Umfeld sollten Anleger nach Resilienz und Chancen Ausschau halten, die sich aufgrund eines desynchronisierten Konjunkturzyklus und unterschiedlicher Wege bei der fiskalischen und geldpolitischen Akkommodation ergeben können. Die Portfolio-Liquidität wird im Vordergrund stehen, da die globale Makro-Liquidität nach und nach versiegen wird."

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Amundi, der führende europäische Vermögensverwalter und einer der Top 10 Global Player[1], bietet seinen 100 Millionen Kunden – Privatanlegern, Institutionen und Unternehmen – ein umfassendes Angebot an aktiven und passiven Spar- und Anlagelösungen, in herkömmlichen Vermögenswerten oder in Sachwerten.

 

Mit seinen sechs internationalen Investmentzentren[2], den Researchkapazitäten im finanziellen und nichtfinanziellen Bereich sowie dem langjährigen Bekenntnis zu verantwortungsvollem Investieren ist Amundi einer der wichtigsten Akteure im Asset Management.

 

Die Kunden von Amundi profitieren von der Expertise und der Beratung von 5.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 35 Ländern. Amundi, eine Tochtergesellschaft der Crédit Agricole Gruppe, ist börsennotiert und betreut aktuell ein verwaltetes Vermögen von rund 1 900 Milliarden Euro[3].

 

Footnotes

 

  1. ^ [1] Quelle: IPE „Top 500 Asset Managers“, veröffentlicht im Juni 2022 auf der Grundlage der verwalteten Vermögen zum 31.12.2021
  2. ^ [2] Boston, Dublin, London, Mailand, Paris und Tokio
  3. ^ [3] Daten von Amundi am 30.09.2022

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