Amundi CIO Views – März 2019: Die Jagd auf Value ist eröffnet

Amundi CIO Views – März 2019: Die Jagd auf Value ist eröffnet

Wien, Österreich, 06.03.19,  von Amundi pays

Pascal Blanqué (Group Chief Investment Officer) und Vincent Mortier (Deputy Group Chief Investment Officer) präsentieren ihre aktuellen Einschätzungen der globalen Wirtschaft, der wichtigsten Wirtschaftsräume und der Investmentchancen.

 

In den „Amundi Global Investment Views – March 2019“ präsentieren Pascal Blanqué (Group Chief Investment Officer) und Vincent Mortier (Deputy Group Chief Investment Officer) ihre aktuellen Einschätzungen der globalen Wirtschaft, der wichtigsten Wirtschaftsräume und der Investmentchancen.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

Würde ein Investor heute erstmals nach drei Monaten erwachen, könnte er beim Betrachten der Märkte keine großen Veränderungen feststellen. Das Jahr begann auf einer soliden Basis und die „Risky Assets“ erholten sich in den ersten Wochen des Jahres 2019 massiv und machten die meisten Verluste eines der schlimmsten Dezember in der Geschichte wett. Das hatte zur Folge, dass einige Bewertungslücken etwas geschlossen wurden, jedoch nicht zur Gänze. Die Märkte wechselten rasch von einer „Angst“- zu einer „Gier“-Stimmung. Zu den Katalysatoren des erneuten Optimismus zählten das Umschalten der Fed auf eine gemäßigtere Strategie sowie die zunehmenden Anzeichen für Fortschritte bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China.

Also hat sich etwas geändert. Vor einem Jahr ging es um ein synchrones Wachstum, die Inflation war wieder auf dem Radar und auch Zinserhöhungen waren ein Thema. In der zweiten Jahreshälfte 2018 änderte sich das Szenario jedoch, mit einer synchronen Verlangsamung des Wachstums und fast keinen Anzeichen eines Inflationsrisikos. Im Verlauf des Jahres erwarten wir weitere Divergenzen. Von einem starken Wachstum kommend, wird sich die US Wirtschaft 2019 weiter abschwächen. Die Schwellenländer könnten sich im zweiten Halbjahr stabilisieren und erholen – mit Unterschieden zwischen den Ländern. Auch eine Stabilisierung und Erholung der Eurozone könnte im zweiten Halbjahr erfolgen, vorausgesetzt die erheblichen Risiken treten nicht ein. Wir befinden uns also in einem guten Umfeld (Verlangsamung – aber keine Rezession, die Zentralbanken pausieren oder nehmen eine akkommodierende Haltung ein, Anleiherenditen der Kernländer auf stabil niedrigem Niveau). Solange das so bleibt – also solange das Wachstum nicht zu stark ins Wanken gerät oder die Fed sich nicht wieder auf Inflations- oder Wachstumssorgen konzentriert – ist das eine marktfreundliche Umgebung, obwohl wir in einigen Bereichen aufgrund von geopolitischen Ungewissheiten und Anfälligkeit aufgrund hoher Schulden eine gewisse Volatilität erwarten.

Das Leitprinzip für die Navigation in dieser späten Phase des Zyklus ist die konsequente Suche nach Nachhaltigkeit aus verschiedenen Perspektiven. Zu den Schwerpunkten gehören:

  • Nachhaltigkeit des Wachstums – d. h. Länder / Gebiete mit soliden Haushalten. In den Schwellenländern ist es besonders wichtig, Situationen übermäßig unausgewogener und anfälliger Wachstumsmodelle zu vermeiden, indem Regionen bevorzugt werden, in denen eine Zunahme der Binnennachfrage zu verzeichnen ist (insbesondere in Asien).
  • Nachhaltigkeit der Unternehmensgewinne mit Fokus auf Unternehmen mit soliden Geschäftsmodellen;
  • und Nachhaltigkeit der Verbindlichkeiten, um die Konfliktsituationen zu vermeiden, die in Phasen knapper Marktliquidität am meisten leiden könnten.

Wir sind fest davon überzeugt, dass die Konzentration auf die Fundamentaldaten die Anleger daran hindern wird, in eine durch den Nachrichtenlärm (Handelsstreitigkeiten noch immer auf dem Radar, Zentralbank-Rhetorik) beförderte Pessimismus-Falle zu treten (und / oder in übertriebenen Optimismus zu geraten). Diese Art der Fokussierung wird auch dazu beitragen, Marktbereiche zu identifizieren, die für langfristige Anleger von Wert sein könnten. Im Jänner sahen wir Möglichkeiten zur Erhöhung des Risikos, angefangen mit Schwellenländern und Unternehmensanleihen (jetzt teilweise ausgeschöpft). Wir beobachten nun aufmerksam europäische Aktien, die jetzt wieder in den Fokus der Anleger geraten könnten. Zwar ist die wirtschaftliche Dynamik nach wie vor schwach, doch könnten weitere fiskalische Impulse dazu beitragen, die Inlandsnachfrage anzukurbeln, und eine Wiederbelebung des Wachstums der Schwellenländer könnte auch Europa zugutekommen. Die Ergebnisrevisionen spiegeln den Pessimismus wieder, der mit einer Verlangsamung einhergeht, aber wir sehen jetzt Anzeichen für eine Verlangsamung der negativen Revisionen, ein Signal, dass wir voraussichtlich den Pessimismus hinter uns lassen werden.  Bewertungen sind nicht so günstig wie zu Beginn des Jahres, sie sind jedoch auch nicht teuer, in einigen zyklischen Sektoren (z. B. in Industriewerten) sind Chancen vorhanden. Die Anleger müssen sich noch nicht beeilen, aber es könnte Gründe geben, im Laufe des Jahres in europäische Aktien zu investieren, und wir glauben nicht, dass man sich derzeit von diese Anlageklasse fernhalten muss.

Da wir davon ausgehen, dass sich die Marktstimmung weiterhin zwischen Angst und Gier bewegen wird, sehen wir einen gewissen Spielraum für eine Bewegung in Richtung Qualität, Reduzierung der direktionalen Marktexposition oder taktische Neu-Kalibrierung des Risikobudgets. Mittelfristig gilt es in einer Welt, in der risikofreie Assets niedrige Renditen bedeuten, nach sich bietenden Value-Chancen zu suchen, die sich aufgrund von zyklischen Schwankungen ergeben.

Die vollständige Publikation „Amundi Global Investment Views – March 2019“ in der englischen Originalfassung finden Sie im Amundi Research Center*.

 

 

 

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Footnotes

 

  1. ^ [1] Quelle: IPE „Top 400 asset managers“, veröffentlicht im Juni 2019 auf der Grundlage der verwalteten Vermögen zum 31.12.2018
  2. ^ [2] Boston, Dublin, London, Mailand, Paris und Tokio
  3. ^ [3] Zahlen Amundi zum 31.03.2020

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