Amundi CIO Views – Juni 2019: Erhöhtes Risiko verlangt nach einer vorsichtigen Haltung

Amundi CIO Views – Juni 2019: Erhöhtes Risiko verlangt nach einer vorsichtigen Haltung

Wien, Österreich, 11.06.19,  von Amundi pays

Pascal Blanqué (Group CIO) und Vincent Mortier (Deputy Group CIO) präsentieren ihre aktuellen Einschätzungen der globalen Wirtschaft, der wichtigsten Wirtschaftsräume und der Investmentchancen.

In den „Amundi Global Investment Views – Juni 2019“ präsentieren Pascal Blanqué (Group Chief Investment Officer) und Vincent Mortier (Deputy Group Chief Investment Officer) ihre aktuellen Einschätzungen der globalen Wirtschaft, der wichtigsten Wirtschaftsräume und der Investmentchancen.
 

Die wichtigsten Erkenntnisse:

Nach wochenlanger relativer Stabilität ist die Gefahr eines Handelskrieges zurückgekehrt, was das Vertrauen der Anleger erschüttert und die Märkte aus ihrer Selbstgefälligkeit reißt. Zwar gibt es am Markt nach wie vor deutlichen Optimismus, dass ein Deal abgeschlossen werden kann, wir glauben jedoch, dass das Risiko einer Enttäuschung, die zu einer weiteren Volatilitätswelle führt, weiterhin erheblich ist. Was wir in letzter Zeit gesehen haben, ist, dass die Politik weiterhin die Finanzmärkte dominiert, aber hauptsächlich auf Ebene der Nachrichtenströme: Politisches Risiko wird derzeit als kurzfristiges Ärgernis wahrgenommen, aber seine Folgen könnten viel länger andauern und bedeutendere Auswirkungen haben, wenn es den Konjunkturzyklus stört. Sogar unser zentrales Makroszenario – d. h. eine Fortsetzung des moderaten globalen Wachstums mit einer Ausweitung der Wachstumsdifferenz zwischen Schwellen- und Industrieländern in der zweiten Jahreshälfte 2019 und einer niedrigen Inflation dank akkommodierender Zentralbanken – könnte im Falle einer wesentlichen Eskalation des Handelskriegs in Frage gestellt werden. In der Tat könnten Vergeltungsmaßnahmen von China eine Ausweitung der Zölle auf alle verbleibenden chinesischen Exporte in die USA bedeuten. Dies könnte direkte Auswirkungen auf das BIP (verringerte Exporte) sowie indirekte Auswirkungen auf das Unternehmens- und Verbrauchervertrauen haben, wobei der zunehmende Inflationsdruck und die Inputkosten die Unternehmensgewinne beeinträchtigen.

Wir glauben jedoch nicht, dass ein Deal bereits in greifbarer Nähe ist. Die Risiken eines harten und anhaltenden Kampfes bleiben bestehen und werden in naher Zukunft nicht verschwinden, da sie den Machtkampf zwischen alten und neuen Imperien in der geopolitischen Landschaft widerspiegeln. Wir sind uns auch der unvorhersehbaren Seite des Protektionismus bewusst (verringerter Welthandel, potenzieller Inflationsdruck etc.) und sehen das nicht in „Risky Assets“ eingepreist. Wir erwarten, dass das Tauziehen zwischen leiseren und härteren Tönen anhält, was zu weiterer Volatilität der Märkte führt. Für eine Zinssenkung der Fed ist es ebenfalls zu früh: Die Märkte haben sich wohl zu weit aus dem Fenster gelehnt, einen solchen Schritt einzupreisen, wir glauben derzeit nicht an dieses Szenario. Wir glauben, dass die Abwärtskorrektur der Inflationserwartungen nun abgeschlossen ist und sich möglicherweise umkehren könnte. Dies würde bedeuten, dass, obwohl das Inflationsrisiko gering ist, die Inflationsdaten und die Inflationserwartungen stark schwanken könnten, was eine weniger lineare und harmlose Phase bei Anleihen, insbesondere in den USA, eröffnen dürfte.

Der Fokus des Marktes wird sich bald auf Wachstumsdaten (Handel, Gewinne) verlagern und in einigen Segmenten, für die der Markt ein beinahe perfektes Umfeld einpreist, gibt es wenig Spielraum für Enttäuschungen bei den aktuellen Risikoprämien: eine weitere Herausforderung für die USA.

In Anbetracht dieser Überlegungen ist es unserer Ansicht nach noch nicht an der Zeit, das Risiko total zurückzufahren, aber es ist an der Zeit, Strategien zum Schutz der Portfolios im Falle einer Verschlechterung der Situation umzusetzen und Gewinne mitzunehmen, wo Anleger Zielrenditen erreicht haben, da das Rendite-Risiko-Profil jetzt asymmetrisch aussieht (höhere Risiken / niedrigere Renditeerwartung).

Die finanziellen Bedingungen sind durchwegs günstig, wobei die Dividendenrenditen im Vergleich zu Anleiherenditen, insbesondere in Europa, attraktiv sind. Die jüngste Marktbewegung hat die globalen Aktienmärkte wieder näher an faire Werte gebracht und damit den übertriebenen Optimismus des ersten Quartals kompensiert. Auch wenn die Gewinnaussichten nicht besonders rosig sind, da die Gewinne, typisch für eine spätzyklische Phase, über Regionen hinweg konvergieren, sehen wir kein Risiko einer Gewinnrezession und sehen das ganze Jahr über Potenzial für Bottom-up-Ansätze. Wir sind jedoch der Ansicht, dass der globale „Sweet Spot“ in eine fragilere Phase eintritt, in der das absolute Risiko zurückgefahren werden sollte, während Relative-Value-Chancen in einigen Segmenten in Europa und in Schwellenländern genutzt werden könnten.

Dies ist eindeutig eine taktische Sichtweise für den Rest des Jahres, da 2020 die Risiken einer weiteren Verlangsamung wiederauftauchen werden. In einer Welt mit niedrigen Renditen ist es jedoch entscheidend, taktische Möglichkeiten zu nutzen, um einem ansonsten matten Renditebild etwas Schwung zu verleihen.

Die vollständige Publikation „Amundi Global Investment Views – June 2019“ in der englischen Originalfassung finden Sie im Amundi Research Center*.

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Footnotes

 

  1. ^ [1] Quelle: IPE „Top 400 asset managers“, veröffentlicht im Juni 2019 auf der Grundlage der verwalteten Vermögen zum 31.12.2018
  2. ^ [2] Boston, Dublin, London, Mailand, Paris und Tokio
  3. ^ [3] Zahlen Amundi zum 31.03.2020

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